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Abteilungen » Laufen | 07.10.2009 - geschrieben von Armin Hast
Fünf erfolgreiche Marathondebütanten und ein neuer Vereinsrekord
Am Sonntag, den 04. Oktober 2009, wurde in Köln der viertgrößte deutsche Stadtmarathon zum 13. Mal gestartet. Der Marathon hat sich in der Laufszene durch die hervorragende Stimmung entlang der Strecke einen guten Namen in der Laufszene gemacht. Charakteristisch für die Kölner Marathonstrecke ist, dass sie nach dem Start in der Nähe des Messegeländes und nach der Rheinüberquerung über die Deutzer Brücke sternförmig durch die Kölner Innenstadt und angrenzende Stadtteile führt. Diese Streckenführung erlaubt den zahlreichen Zuschauern ohne große Wege zurücklegen zu müssen immer wieder einen Blick auf die Läufer werfen zu können, bevor diese kurz nach Kilometer 41 mit Blick auf den Kölner Dom wieder die Deutzer Brücke in Richtung Ziel am Messegelände überqueren müssen. Insgesamt sollten 7.879 Teilnehmer das Ziel erreichen. Neben dem Marathon wurde auch ein Halbmarathon angeboten, der mit 11.043 Finishern auf eine noch größere Resonanz als der Marathon stieß.
Der Regen hatte bereits rechtzeitig zum Start der Halbmarathonläufer um 8.45 Uhr aufgehört. Mit Temperaturen um 14°C störte lediglich die ein oder andere Windboe die Teilnehmer, die jedoch im Laufe des Tages ebenfalls nachlassen sollten, so dass für die Marathonstarter, die ab 11.30 Uhr auf die Strecke gingen, sehr gute Laufbedingungen herrschten.

Drei Läuferinnen des TV 03 Breitenbach sowie Gisela und Gerhard Schenk (beide LG Alheimer) hatten sich gemeinsam auf den Marathon vorbereitet und waren am Ende dieser Vorbereitung leistungsmäßig nahezu auf einem Niveau.
Gerhard Schenk, der im Laufe der Vorbereitung ordentlich an Gewicht verloren hatte, lief einen sehr guten Marathon und überquerte die Ziellinie mit einer Zeit von 3:44:21 Stunden auf Platz 75 der M 55.
Gisela Schenk, Heidrun Wilhelm, Petra Herzig und Heike Eckert liefen die erste Hälfte in 1:53:39 Stunden Seite an Seite und konnten mit jedem Kilometer die anfängliche Nervosität abbauen. Mit Ausnahme von Petra Herzig war es für alle der erste Ausflug auf die Marathondistanz. Ab Kilometer 23 löste sich die Gruppe langsam auf und alle vier Läuferinnen hatten ihren eigenen Rhythmus gefunden. Gisela Schenk lief lächelnd und bester Stimmung dem Ziel entgegen, was sie nach einer Zeit von 3:52:44 Stunden auf Platz 18 der W 50 erreichen sollte. Heike Eckert schloss bis zu dem letzten Getränkestand bei Kilometer 39 wieder zu Petra Herzig auf und konnte sich bis ins Ziel noch leicht absetzen. Lediglich ein Sturz, bedingt durch eine kleine Unaufmerksamkeit, kurz vor dem Ziel verhinderte eine Zeit von unter 4 Stunden. Mit 4:00:11 Stunden und Platz 94 in der W 40 überlief sie die Ziellinie. Petra Herzig feierte nach 5 Jahren Pause mit einer Zeit von 4:00:29 Stunden (91. Platz W 45) ein gelungenes Comeback auf der Marathondistanz. Heidrun Wilhelm hatte ab Kilometer 33 mit Wadenkrämpfen zu kämpfen, die sie immer wieder zu kurzen Gehpausen zwangen. Erst ab Kilometer 39 konnte sie wieder durchgehend laufend, hatte dadurch natürlich ein paar Minuten eingebüßt, und erreichte dennoch glücklich das Ziel nach 4:05:14 Stunden (106. Platz W 45). Für alle fünf Starter hatten sich die Mühen des langen und anstrengenden Marathontrainings gelohnt und sie bekundeten, dass sie ihren Lauf in Köln in sehr guter Erinnerung behalten werden.

Mit André Giesler, der mittlerweile berufsbedingt im Rheinland wohnt und bisher eher als Tennisspieler denn als Läufer in Erscheinung getreten war, debütierte ein weiterer Starter des TV 03 Breitenbach auf der Marathondistanz. Nach dem er im Frühjahr krankheitsbedingt die Teilnahme am Hamburg-Marathon absagen musste, hatte er sich gezielt auf den Köln-Marathon vorbereitet. Mit zwei konstanten Marathonhälften gab er einen sehr starken Einstand und beendete den Lauf überaus glücklich und zufrieden in einer Zeit von 3:29:06 Stunden (154. Platz M 30). Diese Zeit ist umso bemerkenswerter, als dass er in einem ganz hinteren Startblock gestartet war und sich seinen Weg durch viele langsamere Läufer hindurch bahnen musste.

Sandra Barborseck (TV 03 Breitenbach), die im letzten Jahr in Köln eine sehr gute Marathonzeit gelaufen war, hatte sich in diesem Jahr für einen Start über die Halbmarathondistanz entschieden. Mit dem Ziel ihre persönliche Bestzeit zu verbessern ging sie an den Start. Wie ein Uhrwerk legte sie die ersten 10 Kilometer in einer Zeit von 40:50 Minuten zurück und war eindeutig auf Bestzeitkurs. Auch auf der zweiten Hälfte büßte sie so gut wie keine Zeit ein. Als sie registrierte, dass sie eine Zeit von unter 1:27 Stunden realisieren könnte, beschleunigte sie auf dem letzten Kilometer noch einmal und blieb mit 1:26:54 Minuten mehr als 90 Sekunden unter ihrer eigenen Bestmarke, die bisher Vereinsrekord bedeutet hatten. Mit dieser Zeit belegte sie Platz 2 in der W 35.

Ihr Vereinskamerad Wolfgang Fehling, der aufgrund einer langwierigen Leistenzerrung und eines damit verbundenen Trainingsrückstands, statt des Marathons den Halbmarathon in Angriff nahm, lief so, dass sich seine Leiste nicht bemerkbar machte. Mit seiner Zeit von 1:53:03 Stunden (517. Platz M 45) war er sehr zufrieden.

Zwei Bilder der erfolgreichen Starter in Köln sind in der Bildergalerie unter „Köln-Marathon 2009“ zu sehen.